Man reflektiert das eigene Leben, erkennt sich selbst und kann das angehen, was einem immer wieder quer kommt.
Die Beichte ermöglicht den „Neustart“, man kann und darf das Alte zurücklassen. Unbelastet hat man wieder mehr Kraft – auch
um sich selbst zu vergeben; ist das doch oft das Schwierigste.
In der Beichte spricht der Priester stellvertretend für Jesus die Lossprechung. Aber dass man seine Sünden „los ist“, ist nicht alles: Gott sagt seine unabdingbare Liebe neu zu, man darf sich als ganzer Mensch angenommen wissen. Ist Schuld dann noch so ein stachliges Wort?
Wem vergeben wurde, der möchte selbst auch etwas davon wieder gut machen. Mit kleine Gesten wie ein gutes Wort, der Versuch, sich zu versöhnen oder das Gebet für andere tut man Buße. Denn Gott nimmt uns nicht einfach alles aus der Hand, er begegnet uns auf Augenhöhe und respektiert uns als mündige Partner, die zusammen mit ihm durchs Leben gehen.