„Ahoi!“ im und ums Kirchenschiff

23.01.2026 | Kirchengemeinden laden zu besonderen Feiern in der fünften Jahreszeit ein. Verwurzelt im Stadtteil -sichtbar, nahbar und mit viel Humor

Ob Faschingsgottesdienst, Frauenfasnacht oder Angebote für Kinder: In den Mannheimer Kirchengemeinden ist die Fasnacht mehr als Verkleidung und Humor – es ist eine Einladung zur Begegnung. 
 

Ein Gottesdienst zur Fasnacht mit Kultstatus ist unter anderem der am 25. Januar in St. Franziskus (Speckweg 1) auf dem Waldhof. Beginn des Gottesdienstes ist um 10.11 Uhr. Für die Einstimmung und musikalische Umrahmung sorgt bereits ab 9.30 Uhr der Gospelchor „Joyful Voices Mannheim. Lukas Glocker, der Pfarrer der neuen Pfarrei St. Sebastian Mannheim, freut sich, flankiert von Thomas Friedl, diesem Gottesdienst vorzustehen und die verschiedenen Beiträge gelassen-charmant einzubinden. Denn mit von der Partie ist Hotte Siegholt alias „Engel Joküs“ und Markus Weber alias „Fräulein Baumann“. Außerdem reiht sich Jutta Hinderberger als „Kättl Feierdaach“ in die fröhliche Riege ein. Mit dabei sind zudem die Tollitäten der benachbarten Karnevalsvereine und das diesjährige Stadtprinzenpaar. Die Kollekte fließt einem gemeinnützigen Zweck zu. 
 
Zum Fasnachtsgottesdienst lädt am 8. Februar um 11.11 Uhr auch die evangelische Emmausgemeinde (Bromberger Baumgang 20) auf der Schönau ein. Die Mitfeiernden können sich auf eine besondere Gestaltung von Pfarrerin Rebekka Langpape und Pfarrer Wolfram Langpape freuen. Mit dabei ist die Klaus-Jörger-Band und die Siedler-Tanzgruppen.

Kecke Reime zur Predigt haben auch Pfarrer Dr. Lichtenberg und Pfarrerin Sina Kaiser in petto am 14. Februar um 18 Uhr mit dem Mannheimer Karnevalsverein „Die GOWE“ aus Wallstadt wird in Christ König (Römerstraße 32) ökumenisch Gottesdienst zur Fasnacht gefeiert. Oder wie wäre es am 15. Februar um 11.15 Uhr mit einer Messe zusammen mit der Narrebloos in St. Peter und Paul (Hauptstraße 49) in Feudenheim? Wer möchte, kann auch in Verkleidung im Kirchenschiff platznehmen, wenn Pfarrer Lukas Glocker erneut in der aktuellen Karnevalssession das Fasnachts-Messgewand anzieht.
 
Lebensfreude pur: Familiengottesdienst und Kinderfasching
Familien sind am 8. Februar um 11.15 Uhr in die Maria-Hilf- Kirche (August-Bebel-Straße, Almenhof) zum Fasnachts-Familiengottesdienst eingeladen. Musikalisch peppig orchestriert vom Kinder- und Jugendchor „Die Ohrwürmer“, verbindet der Gottesdienst Liturgie und Lebensfreude. Verkleidungen sind, wie bei allen Gottesdiensten zur Fasnacht auch hier ausdrücklich willkommen. Ein besonderer Akzent kommt von der Bonner Künstlerin Konstanze Ebel alias „Dichtungsding“, deren Karikaturen parallel als Ausstellung ab 27. Januar in der Familienkirche auf dem Almenhof zu sehen sind. Auch hier feiert Pfarrer Lukas Glocker den Gottesdienst, im Anschluss wird es auch auf dem Kirchplatz lebendig – bei Getränken, Leckereien und einem Bastelangebot für Kinder. 
 
Heiteres: Gemeinschaft feiern
Wenn in Feudenheim am 30. und 31. Januar wieder „Ahoi!“ gerufen wird, klingt das nach jahrzehntelanger Fasnachtstradition. Verantwortlich dafür ist die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) Feudenheim, die mit ihrer Frauenfastnacht die Halle unter dem Motto „Statt Mückenspray nimm Sekt zur Hand – FFF im Campingland“ in ein närrisches Zeltlager verwandelt. Karten gibts online unter www.frauenfasnacht-feudenheim.de.
 
Und auch in Käfertal ist die Bühne fest in Frauenhand. Die kfd St. Laurentius lädt am 10. und 11. Februar zu ihren Sitzungen ins Gemeinde- und DJK-Sportzentrum ein, Beginn ist jeweils um 19.31 Uhr. Seit Wochen wird hier geschrieben, geprobt und gefeilt – an Sketchen, Tänzen, Büttenreden und Liedern, die den Nerv der Zeit ebenso treffen wie den Mannheimer Humor. Der Erlös wird gespendet. 
 
Kirche im Stadtteil: sichtbar, nahbar und mit viel Humor
Im Mannheimer Osten ist Kirche sogar beim Umzug in Friedrichsfeld am 8. Februar dabei. Nur alle elf Jahre zieht dort ein Fasnachtsumzug durch die Straßen – in diesem Jahr unter dem Jubiläumsmotto „6x11 Jahre Schlabbdewel“. Zwischen Umzugswagen, Musikkapellen und närrischem Publikum mischt sich eine besondere Fußgruppe: Mitglieder der katholischen „SENF“-Gemeinden aus Seckenheim, Edingen, Neckarhausen und Friedrichsfeld. Unter dem Motto „Wir geben unseren SENF dazu – nicht nur an Weihnachten“ ziehen Engel, Hirten, Könige und Sterne durch Friedrichsfeld und Neu-Edingen. Verteilt werden dabei nicht nur freundliche Worte, sondern auch „SENF & SEGEN“ – vom klassischen Segenszuspruch bis zum prickelnden Gruß in Form von Ahoi-Brause. (schu/dv // kathma )