
Gospelchor „Joyful Voices“
Der etwas andere Gospelchor „Joyful Voices“, der bereits seit dem ersten närrischen Gottesdienst im Jahre 1995, sie traten damals noch als „Rotes Mikrofon“ unter der Leitung von Friedemann Stihler auf, sorgten bereits eine halbe Stunde vor Beginn des Gottesdienstes mit einem „Warm-Up“ mit provokanten und modernen Liedern wie „Laut sein“, „Egal“ oder „Uptown Funk“, aber auch Gospels wie „This little light of mine“, oder auch „Days of Elijah“ für Schwung, Frohsinn und mitreißende Stimmung, musikalisch verstärkt von ihrem Chorleiter Andreas Luca Beraldo am Klavier und begleitender Band.

Mannheimer Stadtprinzenpaar: Nadine II. (3te v. l.) und Fabian I. (4ter v. l.)
Jörg Riebold übernahm gewohnt locker die Moderation für den musikalischen Teil und Diakon Thomas Friedl von der „Fröhlich Pfalz“ den geistlichen Teil des Gottesdienstes. Verstärkung erhielt Friedl dieses Mal von Lukas Glocker, dem seit dem 1. Januar neuernannten Stadtpfarrer der Großpfarrei St. Sebastian. Pointiert wie immer, egal ob gereimt oder nicht, immer gesellschaftskritisch und närrisch, betonte Friedl in seiner Predigt den freude- und wärmeschaffenden Verdienst von Fasnacht für die Menschen, im kirchlichen Kontext auch Nächstenliebe genannt, malte deren kulturprägende und die gesellschaftliche Ordnung persiflierende Bedeutung aus, kurz in wenigen Worten zusammengefasst bedeute Fasnacht Frieden, Freiheit, Frohsinn, Toleranz. Für alle Anwesenden überraschend gab er das Narrenkreuz, in dessen Namen er nun viele Jahre den geistlichen Teil des närrischen Gottesdienstes übernommen hatte, an die Geistlichkeiten Lukas Glocker und Jörg Riebolt (auch er ist ständiger Diakon im Zivilberuf) weiter. Als Dankeschön für sein jahreslange Engagement erhielt er von allen Standing Ovation und tosenden Applaus.

Wie es bei diesem Format an „närrischem“ Gottesdienst seit jeher Brauch ist, waren auch wieder einige „närrische“ Künstler aus der Region zu Gast, denen es eine Ehre ist, hier ohne Gage, sondern für einen guten Zweck für kurze Zeit die Kanzel in eine Bütt zu verwandeln. Neben den immer wieder gern gesehenen Gästen Fasnachtsengel Joküs alias Horst Sieghold und Frl. Baumann alias Dr. Markus Weber erheiterte zusätzlich zum ersten Mal Kättl Feierdaach alias Jutta Hinderberger das anwesende närrische Kirchenvolk.

Nach den Fürbitten, dem Vater-Unser, dem Segen sowie mit der nicht enden wollenden Hymne „Amen“ mit allen Vertretern der närrischen Zunft und anwesenden Akteuren endete wieder ein bunter und erlebnisreicher Gottesdienst.
(Text: Beate Tilg / Fotos: Uwe Grundei)
